Am vergangenen Wochenende vom 25. und 26. Juni stand der STV Tuggen am Berner
Kantonalturnfest in Thun im Einsatz. Das Ziel, den ersten Platz in der 2. Stärkeklasse zu erkämpfen,
wurde mit einer Note von 28.66 souverän erreicht.
Am zweieinhalb Stunden entfernten Berner Kantonalturnfest ist alles ein bisschen grösser, so auch
die Zahl der erforderlichen Teilnehmer für die erste Stärkeklasse. Ganze 36 Einsätze pro
Wettkampfteil wären nötig gewesen, darum entschied sich Oberturner Christian Huber und das TK
für einen Start in der 2. Stärkeklasse. Diese erforderte immerhin noch gleich viele Einsätze wie die 1.
Stärkeklasse in Thusis.
Jeder Athlet hatte in den vergangenen zwei Wochen seit Thusis noch einmal intensiv an sich
gearbeitet. Es wurden Fehler ausgemerzt und an der Technik gefeilt, dementsprechend gross war
auch der Wille, zu siegen. Voller Motivation wurde der Wettkampf gestartet: Im ersten
Wettkampfteil mussten sich 7 Weitspringer beweisen, während im Steinstossen ganze 18 Teilnehmer
eingesetzt wurden. Im Steinstossen waren neben den Routiniers auch viele Jungathleten im Einsatz:
Mit vereinten Kräften konnte eine sehr gute 9.65 herausgeholt werden. Besonders auffällig waren
die starken Leistungen der Frauen: Fast jeder der 7 Athletinnen gelang es, den 6-Kilo- Stein über die
Note 10 zu stossen. Im Weitsprung resultierte eine akzeptable Note 9.08, was gemeinsam mit dem
Steinstossen eine gute 9.49 im ersten Wettkampfteil bedeutete.
Weiter ging es mit den Disziplinen Schleuderball und Hochsprung im zweiten Wettkampfteil. Das
gute Endresultat verdanken wir zu einem grossen Teil den starken Schleuderern: Mit 16 Teilnehmern
wurde eine sagenhafte Note von 9.98 erzielt. Urban Spiess jun. stach mit einer Weite von 65.20
Metern besonders hervor. Leider verlief der Hochsprung mit 4 Teilnehmern hingegen eher harzig. Ein
Athlet musste seine Teilnahme sogar abbrechen, weil er sich am Fussgelenk eine Verletzung zuzog.
So musste im Hochsprung die Note 8.75 in Kauf genommen werden, was im 2. Wettkampfteil zu
einer immer noch herausragenden Note von 9.73 führte.
Dieses beflügelnde Ergebnis musste nun im 3. Wettkampfteil dazu verwendet werden, um noch
einmal Vollgas zu geben. Im Steinheben stemmten 9 Kraftpakete den Stein in den Himmel. Die sehr
guten Leistungen wurden leider von zwei Berührungsfehlern getrübt. Ein Körperkontakt des Steins
mit dem Athleten hat einen beträchtlichen Notenabzug zur Folge, weshalb die starken Steinheber
diesmal nur eine 9.46 verzeichnen konnten. Auch die Wurfdisziplin konnte diesmal nicht brillieren.
Obwohl Rebecca Widrig einen starken Wettkampf lieferte und den Wurfkörper auf beachtliche 44.50
Meter schmetterte, lief es bei anderen Athleten nicht ganz nach Wunsch, was eine 9.08 zur Folge
hatte. Es lag nun an der Pendelstafette, diese Resultate herauszureissen. Obwohl sie bei strömendem
Regen und auf dem ungewohnten Untergrund Asphalt stattgefunden hatte, konnte eine sehr gute
9.69 mit 16 flinken Athleten vermerkt werden. So resultierte im 3. Wettkampfteil die Note 9.44, was
zur Schlussnote 28.66 und zum Turnfestsieg führte. Mit diesen Ergebnissen konnte die
Wettkampfsaison 2016 gebührend beendet werden.
Auch die Frauen der Geräteriege konnten unter der Leitung von Laura Nussbaumer eine
hervorragende Aufführung Preis geben. Das ambitionierte Zwischenziel der Geräteriege lautete, im
ersten Wettkampfjahr eine Note 9 zu erturnen. Mit der sehr erfreulichen Leistung von diesem
Wochenende konnte sie dieses Ziel nun meistern: Mit einer Note von 9.13 überzeugten die 12
Turnerinnen im einteiligen Wettkampf und sicherten sich den guten 7. Schlussrang.
Pascal Kälin, 28.06.2016

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